KAGW Info-Rundbrief
Den aktuellen KAG W Rundbrief finden Sie: hier

Mitgliederversammlung der KAG W
Die Mitgliederversammlung der KAG W hat sich am 01./02.2012 in Berlin getroffen. Am ersten Tag stand die Arbeit des Vorstands und der Geschäftsstelle im Vordergrund. Dabei wurden die verschiedenen Aktivitäten und Themen des letzten Jahres und die Ausrichtung der Arbeit reflektiert und neue Impulse für die Weiterarbeit eingebracht.
Am zweiten Tag stand die Frage im Mittelpunkt, ob und wenn ja wie Sozialraumorientierung in der Wohnungslosenhilfe umgesetzt werden kann. Es gab interessante Vorträge und Praxisbeispiele, es wurde aber auch lebhaft diskutiert, ob dies eine Methode ist, die in der Wohnungslosenhilfe wirklich umgesetzt wird. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Integration in den sogn. sozialen Raum absolut notwendig ist und auch im Interesse der Arbeit mit einzelnen Klient/innen unverzichtbar ist.
Wir stellen Ihnen hier die Präsentation des Vortrags von Evelyne Becker (CV Frankfurt a.M.) zur Verfügung:

Sozialraumorientiertes Arbeiten Wlh Frankfurt 

  

Europa

FEANTSA (European Federation of National Organisations Working with the Homeless)

Der aktuelle FEANTSA Flash ist jetzt online. Lesen Sie als PDF oder in HTML die neusten Meldungen zum Thema Wohnunglosigkeit und Wohnungslosenhilfe in Europa hier.

Resolution des Europaparlaments zur Beendigung von Obdachlosigkeit
Am 14. September 2011 verabschiedete das Europäische Parlament eine Resolution mit der die EU-Kommission aufgefordert wird eine Strategie gegen Obdachlosigkeit in Europa zu entwickeln.
Mit dieser Resolution, die von einer breiten Mehrheit getragen wurde, sendet das Europäische Parlament die politische Botschaft, dass Obdachlosigkeit eine wichtige Frage ist, die auch in der Politik der EU aufgegriffen werden muss. Gleichzeitig wird gefordert, dass eine ambitionierte und integrierte europäische Strategie gegen Obdachlosigkeit entwickelt wird. 
FEANTSA, der Zusammenschluss der national tätigen Verbände der Wohnungslosenhilfe in Europa, hofft, dass diese Resolution die Entwicklung konkreter Fortschritte im Kampf gegen Obdachlosigkeit und damit auch die Vorgaben der europäischen Strategie 2020 zur Armutsbekämpfung unterstützt. Die Pressemitteilung von Feantsa zu der Verabschiedung der Resolution finden Sie: hier 

FEANTSA verurteilt Kriminalisierung Wohnungsloser in Ungarn
Das ungarische Parlament hat beschlossen, dass Obdachlose, die innerhalb von sechs Monaten zweimal auf der Straße aufgegriffen werden, in inhaftiert werden.
Nachdem das ungarische Parlament schon mit seinem neuen Pressegesetz und der Diffamierung von Roma unrühmlich in Erscheinung getreten ist, stimmte es am 10. November einem Gesetz zu, das die Inhaftierung von Obdachlosen erlaubt, die in einem Zeitraum von sechs Monaten zweimal als „auf der Straße lebend“ aufgegriffen werden.
FEANTSA, als europäischer Zusammenschluss der national-tätigen Obdachlosenverbände, verurteilt diese Kriminalisierung Wohnungsloser in Ungarn und verlangt stattdessen die Entwicklung einer konstruktiven und nachhaltigen Strategie zur Beseitigung von Obdachlosigkeit.
Die Pressemitteilung von Feantsa zu der Verabschiedung der Resolution finden Sie: hier

 

 

Materialien

Kosten für neuen Personalausweis
Um die Kosten für den neuen Personalausweis für die Klient/innen der Wohnungslosenhilfe zu senken, können die Einrichtungen aktiv werden. Der Evangelische Fachverband Obdachlosenhilfe (EvO) hat hierzu eine Arbeitshilfe herausgegeben, die die Klient/innen und Einrichtungen bei der Beantragung eines neuen Ausweis unterstützt. Die Arbeitshilfe finden Sie: hier 

Obdachlosigkeit bei Migrant/innen ohne sozialrechtliche Ansprüche 
Gerade in Ballungräumen drängen verstärkt Migrant/innen ohne sozialrechtliche Ansprüche in die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Dabei stellen sich vermehrt die Fragen nach der Unterbringung dieser Menschen, die häufig obdachlos sind. Wir haben dieses Thema mit unseren Empfehlungen zu Standards in der Notversorgung bereits aufgegriffen (siehe im Bereich "Aktuelle Information" in diesem Webauftritt). Der Evangelische Fachverband Obdachlosenhilfe (EvO) hat hierzu eine Arbeitshilfe herausgegeben, die Rechtsfragen im Zusammenhang mit Migrant/innen ohne sozialrechtliche Ansprüche aufgreift. Die Arbeitshilfe finden Sie: hier 

Handbuch Gerichtsverfahren (Harald Thomé)
Die Bundesanstalt für Arbeit hat ein internes Praxishandbuch erstellt. Dort werden systematisch verfahrenstechnische Hinweise zum Widerspruchs- und Klageverfahren gegeben. Wegen der umfassenden und systematisch guten Zusammenstellung sollten sich diese Informationen auch die Einrichtungen und Stellen, die Betroffenen beraten, aneignen.
Die Dienstanweisung zum Handbuch gibt es hier: http://www.arbeitsagentur.de/nn_166486/zentraler-Content/HEGA-Internet/A07-Geldleistung/Dokument/HEGA-08-2011-VG-Rechtsschutz-5a.html  (ist öffentlich)

Sterbende Menschen begleiten - Krankheit, Tod und Trauer in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe
Eine sehr informative und schön gestaltete Broschüre zum Thema Gesundheit, Krankheit, Tod und Trauer wurde vom Regionalen Knoten Hamburg  in der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung herausgegeben. Die Broschüre kann als PDF heruntergeladen werden: hier

Alle gesetzlichen Regelungen auf einen Blick
Der Gesetzgeber hat zum 1. Januar 2011 die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts grundlegend reformiert. In einem neuen Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz wird das Verfahren zur Bestimmung der Regelbedarfe geregelt.
Direkt nach Inkrafttreten erhalten Sie die Arbeitshilfe mit allen Neuregelungen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II), in der Sozialhilfe (SGB XII), beim Kinderzuschlag und auch in der Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung.
Ihr Vorteil: Alle Änderungen sind klar ersichtlich und farblich hervorgehoben. Dazu werden die Neuerungen einleitend übersichtlich dargestellt und im Anhang durch praxisrelevante
Auszüge aus der Gesetzesbegründung ergänzt.
Deutscher Caritasverband (Hg.), SGB II und XII mit Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz
Stand: 1. April 2011
2011, 310 Seiten, kartoniert
€ 12,90
ISBN 978-3-7841-2017-1
Kontakt: junge[at]lambertus[dot]de

Zusammenarbeit Wohnungslosenhilfe - Krankenhäuser
Die KAG W hat im Dezember 2010 eine Umfrage zu der Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und den Allgemeinkrankenhäusern durchgeführt. Hintergrund und Anlass der Befragung waren die Berichte aus den Einrichtungen, dass die Entlassung der Klient/innen nicht immer mit den Einrichtungen besprochen wurde und es daher Probleme in der Weiterversorgung der Klient/innen gab. Wir haben eine Vielzahl von Rückmeldungen erhalten. Die Auswertung der Umfrage finden Sie: hier

Orientierungshilfe 
Nach der Verabschiedung der Reform des SGB II und der damit verbundenen Einführung des Teilhabepakets für Kinder und Jugendliche hat der DCV eine umfassende und praktische Orientierungshilfe für die Umsetzung dieses Pakets entwickelt. Auch wenn Kinder und Jugendliche nicht die Hauptzielgruppe der Wohnungslosenhilfe sind, so wollen wir Ihnen hier doch die aktualisierte Version der Orientierungshilfe (03. August 2011) hier zur Verfügung stellen .