Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Umsetzung von Partizipation und Selbstorganisation wohnungsloser Menschen werden in der Wohnungslosenhilfe schon lange diskutiert.

Die Wohnungslosenhilfe zeichnet in ihren Diskussionen die theoretische Entwicklung der sozialen Arbeit nach, in der die NutzerInnen vom Objekt der Fürsorge zum Subjekt einer kooperativen Hilfebeziehung mit eigenen Ressourcen, eigener Lebensführung und -gestaltung wurden. Diese Entwicklungen, die ebenfalls die Eigenständigkeit und die Emanzipation der NutzerInnen thematisieren und in den Mittelpunkt stellen, sind in andern Fachbereichen der sozialen Arbeit etabliert.

Darauf aufbauend wurden in den letzten Jahren die Möglichkeiten der Partizipation von Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind oder waren, auf verschiedenen Ebenen weiterentwickelt. Doch es gibt noch viele Entwicklungs- und Umsetzungspotenziale, die die Beteiligung dieser Menschen an den Prozessen, die sie unmittelbar betreffen, verbessern können. Dies betrifft die Angebote und Einrichtungen genauso wie die gesellschaftlichen und politischen Hürden. Vorbehalte gegenüber einer stärkeren Beteiligung von Betroffenen sowie die Umsetzung entsprechender Ansätze in der Praxis der Wohnungslosenhilfe sind immer noch vorhanden und die politische Beteiligung der von Ausgrenzung betroffenen oder bedrohten Menschen ist kaum umgesetzt.

Wir wollen mit den Texten in diesem Rundbrief die Diskussion, um Beteiligung Betroffener in den Einrichtungen und darüber hinaus unterstützen.

Wir freuen uns über Rückmeldungen zu den Texten und zur Umsetzung von Partizipation und Selbstorganisation wohnungsloser Menschen.

Und wie immer gilt natürlich: sollten Sie noch Fragen oder Anregungen haben, zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Herzliche Grüße und viel Freude beim Lesen

Thomas Allgaier
Helene Ehemann
Sabine Hülsmann
Stefanie Kabisch
Stefan Kunz

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KAG W Rundbrief Februar 2018